Leitfaden
25.06.2026

Interner Newsletter oder Infoscreen? Ein realistischer Vergleich

Interner Newsletter oder Infoscreen – welcher Kanal eignet sich besser für interne Kommunikation? Dieser Artikel vergleicht beide Formate realistisch, zeigt Stärken und Schwächen und hilft Unternehmen bei der richtigen Entscheidung.

Infoscreens als Newsletter

1. Das typische Dilemma

In vielen Erst-Gesprächen mit unseren Kunden wird uns folgende Frage gestellt:

Sollen interne Informationen per Newsletter oder über Infoscreens kommuniziert werden?

Beide Kanäle sind etabliert, beide haben ihre Berechtigung – und trotzdem herrscht oft Unsicherheit:

  • Newsletter werden erstellt, aber kaum gelesen
  • Infoscreens sind sichtbar, aber nicht interaktiv
  • Mitarbeitende fühlen sich trotzdem nicht gut informiert

Das Problem liegt selten im Tool selbst, sondern in der Erwartungshaltung.

2. Was ein interner Newsletter gut kann

Interne Newsletter sind in vielen Unternehmen der Standard – aus guten Gründen.

Stärken:

  • detaillierte Inhalte möglich
  • direkte Zustellung
  • gut dokumentierbar
  • geeignet für Hintergrundinformationen

Schwächen:

  • hohe E-Mail-Flut
  • sinkende Aufmerksamkeit
  • wird oft nur einmal geöffnet (oder gar nicht)
  • erreicht Mitarbeitende ohne E-Mail-Zugang nicht

Newsletter funktionieren gut für vertiefende Informationen, weniger für Aufmerksamkeit.

3. Was Infoscreens gut können

Infoscreens setzen auf Sichtbarkeit statt Tiefe.

Stärken:

  • hohe Aufmerksamkeit im Alltag
  • wiederholte Wahrnehmung
  • erreichen alle Mitarbeitenden – auch ohne PC
  • ideal für kurze, zentrale Botschaften

Schwächen:

  • begrenzte Informationsmenge
  • kein direkter Dialog
  • Inhalte müssen klar priorisiert sein

Infoscreens funktionieren besonders gut für Orientierung, Erinnerungen und Updates.

4. Die entscheidende Frage

Die zentrale Frage lautet nicht:

„Newsletter oder Infoscreen?“

Sondern:

„Welche Information braucht Tiefe – und welche braucht Sichtbarkeit?“

Interne Kommunikation scheitert selten an fehlenden Kanälen, sondern an falscher Zuordnung.

5. Direkter Vergleich im Überblick

Kriterium Interner Newsletter Infoscreen
Aufmerksamkeit gering bis mittel hoch
Informationsdichte hoch niedrig
Reichweite eingeschränkt sehr hoch
Wiederholung selten automatisch
Zugang ohne PC-Arbeitsplatz nein ja
Pflegeaufwand mittel gering (bei zentraler Steuerung)

6.Typische Fehlannahmen

  • „Ein Kanal reicht aus.“
  • → Unterschiedliche Inhalte brauchen unterschiedliche Kanäle.
  • „Newsletter müssen gelesen werden.“
  • → Sie werden oft überflogen – das ist Realität.
  • „Infoscreens ersetzen alles andere.“
  • → Nein, sie ergänzen bestehende Kanäle sinnvoll.

7. Die bewährte Kombination in der Praxis

Viele Unternehmen fahren gut mit einer klaren Aufgabenteilung:

Newsletter

  • Hintergründe, Erklärungen, längere Inhalte

Infoscreens

  • Kernaussagen, Termine, Erinnerungen, Status-Updates

So wird Information:

  • sichtbar
  • verständlich
  • wiederholt
  • ohne Mitarbeitende zu überfordern.

ohne Mitarbeitende zu überfordern.

8. Fazit

Interner Newsletter und Infoscreen sind keine Gegenspieler.

Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben – und genau darin liegt ihre Stärke. Unternehmen, die beide Kanäle bewusst einsetzen, erreichen Mitarbeitende zuverlässiger und reduzieren Missverständnisse im Alltag.

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